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BFD mit Fluchtbezug

Was ist der Bundesfreiwilligendienst mit Fluchtbezug?

Der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF) ist ein Sonderprogramm, das es seit Ende 2015 gibt. Wir bevorzugen es, vom BFD mit Fluchtbezug (statt „Flüchtlingsbezug“) zu sprechen. Das Programm soll dazu dienen, auch Geflüchteten einen Zugang zum BFD zu ermöglichen und außerdem den Einsatz von Freiwilligen in Einrichtungen fördern, die mit Geflüchteten arbeiten. Auch Menschen, die sich für Geflüchtete engagieren möchten, können diesen Dienst absolvieren.

Was bringt mir ein Bundesfreiwilligendienst?

Es gibt viele Gründe für einen BFD: Vielleicht möchten Sie den sozialen Bereich kennenlernen, mit Menschen in Kontakt kommen und Ihre Sprachkenntnisse verbessern. Sie möchten sich neu orientieren, eine Auszeit nehmen und etwas für andere Menschen tun oder durch den BFD den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt versuchen. Sicher ist: Das Gefühl, gebraucht zu werden, tut gut. Der Bundesfreiwilligendienst bietet Ihnen die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum im sozialen Bereich zu engagieren – inklusive Absicherung in der Kranken- und Sozialversicherung. Sie übernehmen unterstützende Aufgaben in einer sozialen Einrichtung, stärken ganz nebenbei wichtige Schlüsselqualifikationen und bekommen dafür ein Taschengeld.

Was sind die Rahmenbedingungen im Bundesfreiwilligendienst?

AlterWer darf an diesem Sonderprogramm des BFD teilnehmen?DauerWöchentliche ArbeitszeitUrlaubTaschengeldProfessionelle Begleitung durch die ijgdFachliche Begleitung in der EinsatzstelleWiederholter Freiwilligendienst

Wo kann ich einen Bundesfreiwilligendienst machen?

Die ijgd bieten den Bundesfreiwilligendienst in Kooperation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband an. Hier  finden Sie eine interaktive Karte mit Einrichtungen, die aktuell Freiwillige suchen.

Die Tätigkeiten im BFD sind vielfältig. Freiwillige unterstützen immer hauptamtliche Mitarbeitende und bekommen Aufgaben wie die Betreuung unterschiedlicher Menschen, Hausmeisterdienste, Hauswirtschaft, Pflege, Service und Empfang, Bürotätigkeiten oder Fahrdienste.

In diesen Bereichen können Sie sich engagieren:

Kinder und JugendlicheMenschen mit BehinderungÄltere und/oder kranke MenschenBeratungseinrichtungen und allgemeine soziale Dienste

Seminare im Bundesfreiwilligendienst

Was hat es mit den Seminaren im BFD auf sich?Was machen wir bei den Seminaren?Wo finden die Seminare statt?

Finanzen und Versicherungen

Sie bekommen

  • ein Taschengeld von bis zu 390 Euro pro Monat, abhängig von der Einsatzstelle und der Wochenstundenzahl.
  • eine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse Ihrer Wahl.
  • eine Absicherung im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
  • die Möglichkeit sich im Rahmen einer Sonderförderung die Kosten für einen Deutschkurs erstatten zu lassen.

 

Sie bekommen Leistungen vom Sozialamt?
Wenn Sie Leistungen vom Sozialamt oder vom LAF  (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten) bekommen, dürfen Sie 25 bis 30 % Ihres Taschengeldes behalten. Wenn Sie zum Beispiel 20,5 Stunden pro Woche tätig sind und 200 Euro Taschengeld bekommen, dürfen Sie etwa 50 Euro davon behalten. Das ist leider sehr wenig, aber vielleicht lohnt sich ein BFD trotzdem für Sie.

Sie beziehen ALG-I (Arbeitslosengeld)?
Eigentlich ist ein BFD im ALG-I-Bezug nicht möglich. Im BFD müssen Sie mindestens 20,5 Stunden pro Woche tätig sein, für ALG-I dürfen Sie maximal 15 Stunden pro Woche arbeiten. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihre Arbeitsagentur.

Sie beziehen ALG-II (Hartz IV)?
Sollten Sie ALG-II beziehen, sind 200 Euro des Taschengeldes aus dem BFD in der Regel anrechnungsfrei, da es sich um einen  Freiwilligendienst handelt. Sie sind während Ihres BFDs nicht verpflichtet eine Arbeit aufzunehmen. Das Jobcenter kann sie aber auffordern, Bewerbungen zu schreiben, wenn Sie nur in Teilzeit tätig sind.

Sie beziehen eine Rente (Altersrente, EU-Rente, etc.)?
Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger, welche Konsequenzen die Aufnahme eines Bundesfreiwilligendienstes für Sie hätte. Das Taschengeld und auch eventuelle Sachleistungen aus dem BFD gelten als Hinzuverdienst.